1. Taunässe auf dem Green
Die Nächte werden länger, morgens liegt zum Teil starker Tau auf den Grüns. Die Taunässe hemmt das Rollen des Balles oft stark.
Darf nun ein Spieler dessen Ball auf dem Putting-Green liegt den Tau von der Puttinglinie seines Balles wischen?
NEIN!
Begründung: Regel 16-1a der R&A verbietet das Berühren der Puttinlinie (Ausnahmen: Ausbessern von Pitchmarken, entfernen von losen Grashalmen, Laub etc...)
Strafe bei Verstoß: im Zählwettspiel 2 Schläge, im Lochwettspiel Verlust des Loches
2. DROPPEN DES BALLES
Nervenbündel oder Ignoranten...
Ein Spieler droppt seinen Ball den Regeln entsprechend 2 mal und jedes Mal rollt der Ball näher zum Loch. Anstatt beim 3. Mal den Ball hinzulegen, wie es die Regel verlangt, droppt er den Ball wiederum und der Ball rollt wieder näher zum Loch.
Darf nun der Spieler den so gedroppten Ball straffrei schlagen und weiterspielen?
NEIN!
Begründung: Vor einem Schlag darf der Spieler den Ball aufheben und wie in Regel 2o - 22c beschrieben, ohne Strafe, hinlegen (Regel 2o-6). Falls er dies nicht so durchführt erhält er als Strafe 2 Strafschläge im Zählwettspiel oder den Verlust des Loches im Lochwettspiel
3. "REPARATUR" (Niederdrücken)
VON SPIKE - MARKS
Der Ball eines Spielers liegt auf dem Grün.Bevor er seinen nächsten Schlag spielt drückt er mit dem Schläger Spike-Marks (das sind von Spikes verursachte Spuren auf dem Grün) nieder . Diese herausgerissenen und herausragenden Grashalme befanden sich ausgerechnet auf der Puttlinie.
Darf nun ein Spieler Spike Marks auf seiner Puttlinie niederdrücken?
NEIN!
Begründung: Es würde dies Regel 16-1c verletzen. Niederdrücken von Spike - Marks könnte dem Spieler ein Nutzen beim nachfolgendem Spielen des Loches sein und ist daher regelwidrig.
4. Falsches Handicap auf der Scorekart - verursacht durch einen Irrtum der Wettkampfleitung
In einem Zählwettspiel erhält ein Spieler die Scorekarte vom Wettkampfbüro vollständig ausgedruckt mit Namen, Datum und Handicap. Das Handicap wurde von der Turnierleitung irrtümlich, anstatt mit acht, mit sieben angegeben. Der Irrtum bleibt unbeachtet, auch nachdem die Karte wieder an die Wettkampfleitung zurückgegeben wurde. Bei der Auswertung also vor offizzieller Beendigung des Turniers wird der Irrtum entdeckt.
Resultiert daraus nun eine Strafe?
JA!
Begründung: Der Spieler ist entsprechend Regel 6-2b zu disqulifizieren. Der Spieler ist verantwortlich, daß das richtige Handicap auf der Scorekarte vermerkt ist, bevor diese wieder an die Wettkampfleitung, nach Beendigung der Runde, zurückgegeben wird.
5. Verursachen und glätten von Fussabdrücken im Bunker entlang der Spiellinie
Zwischen dem Ball eines Spielers und dem Loch befindet sich ein Bunker. Der Spieler geht nun um vermutlich die Distanz zum Grün zu erkunden oder den Rechen zu entfernen der auf der Spiellinie liegt o.ä. Am Rückweg glättet er seine von ihm verursachten Fußabdrücke. Er bringt die Spiellinie wieder in seinen ursprünglichen
Ist das Glätten bzw. das Rechen des Sandes in diesem Zusammenhang erlaubt?
NEIN!
Begründung: Falls ein Spieler seine Spiellinie selbst verschlechtert, so ist er nicht berechtigt diese wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen. Falls dies dennoch geschieht so hat man die Spiellinie verbessert (Verletzung von Regel 13 -2). Das bedeutet: Verlust des Loches im Lochwettspiel oder 2 Strafschläge im Zählwettspiel.
6. Unabsichtliches Bewegen des Balles beim Zurückschwingen - nachdem der Schlag den Ball total verfehlte
Ein Spieler verfehlt bei einem Abschlag den Ball total.Beim Zurückschwingen des Schlägers trifft er den Ball und schlägt den Ball nach hinten.
War der Schlag nach hinten ein Schlag?
Gibt es eine Strafe ?
NEIN!
Begründung: Der "Rückwärtsschlag" war kein Schlag.(Def.Regel 14: ein Schlag ist die Vorwärtsbewegung des Schlägers in der ehrlichen Absicht den Ball zu schlagen.)
JA!
Begründung: Der Spieler erhält einen Strafschlag für das Bewegen des Balles beim Rückschwung unter Regel 18- 2a. Der Ball muß wieder an die Stelle vor dem "Rückwärtsschlag" gelegt werden.
7. Zähler bestätigt falsches Score und der Spieler ist sich des falschen Scores bewußt
In einem Zählwettspiel locht Herr Schwarz an einem Loch nicht ein. Ein paar Löcher weiter wird er sich seines Fehlers bewußt. Herr Weiss, Mitspieler und Zähler, wußte, daß Herr Schwarz die Regeln verletzte und dies auch wußte. Trotzdem signierte Herr Weiss die Scorekarte des Herrn Schwarz. Herr Schwarz wurde disqualifiziert nach Regel 3-2 (nicht eingelocht)
Muß nun Herr Weiss für wissentliches Übersehen einer Regelverletzung bestraft werden?
JA!
Begründung: Für eine Verletzung von Regel 1-3 setzt es im Lochspiel die Disqualifikation der beiden Parteien, im Zählwettspiel die Disqualifikation der beteiligten Spieler.
(Regel 1-3: Spieler dürfen nicht übereinkommen, irgendeine Regel nicht anzuwenden oder irgendeine Strafe zu erlassen)
8. Score von einem Spieler korrigiert - nachdem sein Zähler dies signiert hat
Ein Zähler signiert seines Spielers Scorekarte ,gibt diese dem Spieler und verläßt die Gruppe.
Der Spieler entdeckt einen Irrtum. Sein Zähler hat an einem Loch anstatt einer 4 eine 5 geschrieben.Ohne die Wettspielleitung zu informieren korrigierte der Spieler dies und veränderte das Score, unterschrieb die Karte und überreichte diese der Wettspielleitung. Später erfuhr die Wettspielleitung davon und sprach mit dem Spieler und seinem Marker. Es stellte sich heraus, daß der Spieler an besagtem Loch tatsächlich nur 4 Schläge anstatt 5 benötigte.
Hat der Spieler nun die Regel (6-6b) verletzt und ist er zu disqualifizieren?
JA!
Begründung:
Als der Spieler die Scorekarte änderte machte er die Bestätigung des Scores (Unterschrift seines Zählers)ungültig. Somit reichte er eine Karte mit einem Score ein, die vom Zähler nicht signiert waren.
Hätte der Spieler die Wettkampfleitung vor der Rückgabe der Karte informiert, daß er den Irrtum korrigierte, hätte es keine Strafe gegeben.
9. Entfernen eines " Out of Bounds" Pfostens der den Schwung behindert
Ein Spieler entfernt einen "out of bounds" Pfosten der seinen Schwung stören könnte.
Ist das erlaubt?
NEIN!
Begründung:
Gegenstände die das Aus kennzeichnen gelten als befestigt. Eine Verbesserung der Lage des Balles durch Entfernen etwas Befestigten (einschließlich unbeweglicher Hemmnisse) gilt als Verletzung der Regel 13-2.
Die Strafe für die Regelverletzung ist im Lochspiel der Lochverlust.Im Zählspiel sind es 2 Schläge.
10. Buschwerk beschädigt - Ball bewegt
Beim Schlag beschädigt ein Spieler Buschwerk - dadurch wird der Ball eines Mitspielers bewegt.
Erhält der Verursacher eine Strafe?
NEIN!
Begründung:
Der Spieler der mit seinem Schlag das Bewegen des Balles verursachte, erhält lt. Regel 18-4 keinen Strafschlag. Der bewegte Ball muß wieder an seinen ursprünglichen Platz gelegt werden.
11. Gefährliche Situation
Der Ball eines Spielers kommt etwas abseits des Fairways zu liegen. Der Ball wird unter einem lichten Baum in spielbarer Lage gefunden, nur direkt über dem Ball hat sich im Geäst ein Bienenschwarm niedergelassen. Der Spieler wäre bei einem Schlag mit seinem Kopf in unmittelbarer Nähe des Bienenschwarms.
Muss der Spieler den Ball nun spielen wie er liegt?
NEIN!
Begründung: Es ist nicht vernünftig einen Spieler aus einer solch gefährlichen Lage spielen zu lassen oder auch nicht fair unter den gegebenen gefährlichen Umständen nach Regel 28 vorzugehen zu müssen (Ball unspielbar erklären mit einem Strafschlag). Nach Regel 1-4 ist es demnach dem Spieler gestattet am nächsten möglichen, nicht gefährlichen Ort, nicht näher zum Loch, straffrei fallenzulassen.
12. Beim Rückschwung bricht ein Ast - Spieler bricht Schwung ab
Der Ball kommt unter einem Baum zu liegen. Der Spieler will nun, nach Prüfung der Lage und Probeschwüngen, den Ball schlagen. Er nimmt seinen Stand ein und macht seinen Rückschwung. Nahe dem obersten Punkt des Rückschwunges trifft sein Schläger einen Ast und bricht diesen. Dadurch irritiert, bricht der Spieler seinen Schwung ab.
Gibt es eine Ausnahmeregelung für diesen besonderen Fall (entsprechend Regel 13-2)? Oder verfällt der unglückliche Spieler einer Strafe?
JA!
Begründung:
Eine Strafe gibt es deshalb weil der Schwung abgebrochen wurde und der Rückschwung nun kein Rückschwung für einen tatsächlichen Schwung war. Wäre der Schwung durchgeführt worden und wäre der Ast dabei in dieser Gesamtbewegung gebrochen, hätte es die Ausnahmeregelung nach Regel 13-2 gegeben.
13. Spieler hält Regenschirm über seinen Kopf während er schlägt
Bei starkem Regen hält ein Spieler mit einer Hand einen Regenschirm über seinen Kopf, während er mit der anderen Hand einen sehr kurzen Putt einlocht.
Verstößt das gegen Regel 14-2 (beim Spielen darf ein Spieler körperliche Unterstützung oder Schutz gegen die Elemente nicht annehmen) oder ist das erlaubt ?
JA!
Begründung:
Begründung: Regel 14-2 untersagt einem Spieler während eines Schlages lediglich die Assistenz zum Schutz gegen die Elemente durch jemanden anderen als sich selbst. Demnach darf sich der Spieler selbst, also ohne Hilfe eines anderen, gegen die Wetterunbilden schützen.
14. Ein Spieler springt nahe dem Loch damit sein Ball eher einlocht
Der Ball eines Spielers kommt am Rande des Loches zum Stehen. Der Spieler springt nahe zum Loch in die Höhe, in der Hoffnung, daß die Erschütterung die sein Körper beim Auftreffen auf dem Grün verursacht, den Ball nun ins Loch befördern wird, was auch tatsächlich geschieht.
Ist das nun erlaubt ?
NEIN!
Begründung: Wenn der Ball in dem Augenblick in Ruhe war als der Spieler springt, so muß angenommen werden, daß der Spieler durch das Springen, das Bewegen des Balles verursacht. Der Spieler erhält in Zähl- und Lochspiel einen Strafschlag nach Regel 1-2. Der Ball muß zurückgelegt werden.
15. Handtuch wird vom Wind weggeblasen, berührt Ball und bewegt diesen
Ein Spieler wirft sein Handtuch auf den Boden. Während er sich für seinen Putt bereitmacht bläst der Wind das Handtuch auf den Ball und bewegt diesen.
Bleibt der Spieler durch diesen Einfluß der Elemente straffrei? Oder trifft ihn eine Strafe?
JA!
Begründung:
Der Spieler erhält einen Strafschlag.
Da des Spielers Ausrüstung das Bewegen des Balles verursacht hat, erhält er einen Strafsschlag. Der Ball muß nach Regel 18-2a zurückgelegt werden.
16. Baumstumpf
Ein Ball kommt knapp nahe an einem Baumstumpf zu liegen.
Ein Schlag ist nicht möglich.
Gibt es einen straffreien Drop?
NEIN!
Begründung:
Außer der Bereich wurde als "Boden in Ausbesserung" markiert.
Ausnahme: Wenn der Baumstumpf schon in der Phase der Aufarbeitung ist - also teilweise ausgegraben, aufgespalten oder bereit für den Abtransport ist. Dann gilt automatisch "Boden in Ausbsserung".
17. Gemähtes Gras
Ein Ball landet in einer Fläche frisch gemähtem Grases. Den Ball zu schlagen wäre durch das frisch geschnittene Gras bedeutend erschwert.
Tritt in diesem Fall die Regel "Boden in Ausbesserung" in Kraft?
NEIN!
Begründung:
Geschnittenes oder gemächtes Gras ist nur "Boden in Ausbesserung", wenn dieses zu Haufen zusammengebracht und für den Abtransport bereitgelegt wurde. Wenn diese Gras- oder Heuhaufen den Stand oder Schwung des Spielers behindern, erst dann darf in diesem Zusammenhang Erleichterung, entsprechend Regel 25 - 1b genommen werden.
18. Zeitlimit für die Suche eines Balles
Nach einer Suche von 4 Minuten findet ein Spieler seinen Ball im hohen Gras. Nachdem er sich entfernt um einen Schläger zu holen, findet er den Ball wiederum nicht.
Ist dem Spieler nun neuerlich ein Zeitraum von 5 Minuten für die "zweite" Suche zu geben?
NEIN!
Begründung:
Da der Spieler schon 4 Minuten bei der "ersten" Suche konsumiert hat, steht ihm noch lediglich eine Minute für die "zweite" Suche zu.
19. Ball in einem Wasserhindernis "verloren"- neuen Ball gespielt und dann ersten Ball gefunden
Ein Spieler nimmt an, daß sein Ball in einem Wasserhindernis endete, obwohl es keinen Beweis dafür gibt. Nach Regel 26-1a spielt er einen Ball von dem Punkt wo der erste Ball gespielt wurde. Dann findet er seinen ersten Ball außerhalb des Hindernisses.
Darf der Spieler nun den ersten Ball weiterspielen?
NEIN!
Begründung:
Der zweite Ball ist im Spiel (mit Strafschlag) und der erste Ball gilt als verloren.
20. Behinderung durch eine künstliche unbewegliche Einrichtung unmittelbar an der Linie Out of Bounce
Ein Zaun an der Linie des Out behindert den Schwung des Spielers. Der Zaun ist zwar dicht an der Linie, aber schon im Aus.
Darf der Spieler nun entsprechend Regel 24 - 2b vorgehen und einen straflosen Drop in Anspruch nehmen?
NEIN!
Begründung:
Im Aus befindliche Bestandteile eines unbeweglichen künstliche Gegenstandes sind nicht Hemmnisse im Sinne der Regel 24 .Daher auch keine Erleichterung ohne Strafe.
21. Gedropter Ball eingebettet
Ein Spieler nimmt Erleichterung entsprechend den Regeln. Beim Droppen des Balles am Fairway, dringt der Ball beim Auftreffen auf den Boden etwas in den Boden ein und wird eingebettet. Ist nun nach Regel 25 - 2 Erleichterung zu nehmen gestattet?
JA!
Begründung:
Auf allen kurzgemähten Flächen darf ein in sein eigenens Einschlagloch eingebetteter Ball aufgenommen und so nahe als möglich der Stelle ,wo er lag,nicht näher zum Loch ,straflos gedropt werden.
22. Tee markiert des Spielers Ballposition und lenkt des Mitspielers Ball ab
Ein Spieler kennzeichnet auf dem Grün die Position seines Balles mit einem Tee. Der Ball des Mitspielers wird nun beim Putten durch dieses Tee abgelenkt.Ist das Verwenden eines Tees ein Regelverstoß ?
NEIN!
Begründung:Nachdem entsprechend den Regeln Gegenstände, wie eine Münze oder ein Tee, die zum Markieren einer Ballposition dienen, nicht als Ausrüstung des Spielers zählen, gibt es dafür keine Strafe. Der Spieler muß aber den abgelenkten Ball nun spielen wie er liegt. Er hätte um dieses Ablenken zu verhindern, von seinem Mitspieler verlangen können das Tee kurzzeitig zu versetzen oder eine kleine Münze oder einen Ball- Marker als Markierung zu verwenden.
23. Entfernen eines Out-of-Bounds Pfostens
Beim Probeschwung stellt ein Spieler fest, daß ein Out of Bounds Pfosten dem Schwung im Wege ist. Kurzerhand entfernt er den Pfosten. Durch den Einwand eines Mitspielers verunsichert, gibt er noch vor dem Schlag den Pfosten wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück.Ist das nach den Regeln erlaubt?
NEIN!
Begründung:Nach Regel 13-2 darf man Objekte ,die die Out of Bounds Linie markieren, nicht entfernen. Bei Verstoß: 2 Strafschläge im Zählspiel, Verlust des Loches im Matchplay.
24. Nach dem 2. Schlag Ball unspielbar
Der Abschlag eines Spielers landet inmitten von Gebüsch. Der Spieler führt einen Schlag aus, trifft dabei den Ball aber nicht. Nun erklärt der Spieler den Ball als unspielbar. Darf der Spieler nun zum Abschlag zurück und nach Regel 28a den Ball als 4.Schlag spielen ?
NEIN!
Begründung:Regel 28a erlaubt das Spielen eines Balles von einem Ort von wo der letzte Ball zuletzt gespielt wurde. Der letzte Ball wurde in diesem Fall im Gebüsch geschlagen und nicht vom Abschlag.
25. Baum im Bunker
Ist ein Baum in einem Bunker Teil des Bunkers?
NEIN!
Begründung: Auch eine Rasenfläche innerhalb eines Bunkers zählt nicht als Bunker. Dasselbe gilt auch für einen Baum. Die Begrenzung
eines Bunkers ist senkrecht nach unten definiert nicht nach oben.
26. Ball in Ruhe - vom Gegner bewegt
In einem Lochspiel bewegt ein Spieler - am Fairway - versehentlich mit dem Fuß den Ball des Gegners! Ist das nun straflos?
NEIN!
Begründung: Nach Regel 18-3 erhält der Spieler der den Ball bewegte einen Strafschlag. Der Ball muß zurückgelegt werden.
27. Tore einer Scheune öffnen - Ball durchspielen
Der Ball eines Spielers kommt hinter einem Schuppen zu liegen. Um nicht zusätzliche Schläge zu benötigen überlegt der Spieler die beiden Scheunentore zu öffnen und durch den Schuppen hindurchzuspielen. Darf der Spieler nach den Regeln die Tore eines Gebäudes öffnen um durch dieses hindurchzuspielen?
JA!
Begründung: Obwohl der Schuppen ein unbewegliches Hindernis ist, sind die Tore beweglich und dürfen geöffnet werden.
28. Fahnenbedienung steht direkt hinter dem Loch
Darf eine Person die die Fahne bedient direkt hinter dem Loch stehen, anstatt an der Seite?
JA!
Begründung: Jemand der die Fahne bedient darf hinter dem Loch stehen, wenn damit vermieden werden muß auf der Puttlinie eines anderen Spielers
zu stehen.
29. Ball mit dem Gras am Puttinggreen reinigen
Ein Spieler reinigt am Puttinggreen seinen Ball dadurch, daß er den Ball mit dem Finger haltend, am Gras reibend reinigt. Ist das nach den Regeln erlaubt?
JA!
Begründung: Vorausgesetzt, daß das Reinigen nicht zum Testen des Puttinggreens "mißbraucht" wird. Vernünftigerweise ist es am Besten den Ball auf eine andere Art und Weise zu reinigen. So wird die Frage nach den Absichten eines
Spielers erst gar nicht gestellt werden müssen!
30. Putting-Green: Drehen des Balles
Vor dem Putten dreht ein Spieler seinen am Puttinggreen liegenden Ball, um dessen eigene Achse - ohne diesen vom Boden aufzuheben. Die Position des Balles hatte er vorher nicht markiert, auch die Position des Balles wurde offensichtlich nicht verändert. Ist das nach den Regeln erlaubt?
NEIN!
Begründung: Es gibt eine Strafe von einem Schlag für das Berühren des Balles nach Regel 18-2a. Hätte der Spieler seine Ballposition markiert,gäbe es keine Strafe.
30. Ball bewegt sich senkrecht nach unten
In langem Gras gleitet ein Ball, durch Niedertreten des Grases, vertikal nach unten. Gilt in diesem Fall nach den Regeln der Ball als bewegt?
JA!
Begründung: Außer der Ball kehrt wieder in seine ursprüngliche Position zurück. Die Richtung der Bewegung ist unwesentlich.
31. Umgestürzter Baum
Ein Baum ist umgestürzt und behindert einen Spieler beim Schlag. Der umgestürzte Teil ist aber noch mit dem Stamm in Verbindung. Kann der Spieler nun den Baum oder Teile dieses entfernen um seinen Schlag auszuführen?
NEIN!
Begründung:
Solange es eine Verbindung von weggebrochenen Teilen zum Baum gibt, handelt es sich um keinen "losen hinderlichen Naturstoff" (Regel 23).
32. Zeitweiliges Wasser am Puttinggreen
Der Ball eines Spielers liegt wenige Zentimeter außerhalb des Puttinggreens. Zwischen dem Loch und dem Ball liegt, bedingt durch starken Regen, zeitweiliges Wasser auf dem Grün. Ist der Spieler berechtigt straflose Erleichterung zu nehmen?
NEIN!
Begründung: Laut Regel 25-1a, liegt der Ball des Spielers auf dem Grün, so ist Behinderung auch dann gegebenm wenn sich ein ungewöhnlich
beschaffener Boden (zeitweiliges Wasser) auf dem Grün auf seiner Puttlinie befindet, anderenfalls is, wenn sich ein solcher Umstand lediglich auf der Spiellinie befindet, keine Behinderung nach dieser Regel gegeben.
33. Spieler entfernt Naturstoffe von der Puttinglinie
Ein Spieler fegt lose hinderliche Naturstoffe mit einem Tuch von seiner Puttlinie.
Ist das nach den Regeln erlaubt?
JA!
Begründung: Laut Regel 16-1a/8 ist dies erlaubt, sofern dabei die Puttlinie nicht niedergedrückt wird.
34. Spikemarke niedergetreten
Eine auf der Puttlinie befindliche Spike Marke (aufgerissene Rasenoberfläche auf dem Green durch Gehen mit Spikes verursacht) wird von einem Spieler unabsichtlich während der Reparatur eines Balleinschlagloches niedergedrückt.
Ist das nach den Regeln erlaubt?
NEIN!
Begründung:
Nach den Regeln erhält der Spieler eine Strafe nach Regel 16-1a!
35. Putting - Übungen während des Spiels
Während seine Mitspieler Putten, übt ein Spieler außerhalb des Puttinggreens Putten. Ist das erlaubt?
NEIN!
Begründung:
Nach Regel 7-2 erhält der Spieler im Zählspiel zwei Strafschläge; im Lochspiel bedeutet dieser
Regelverstoß Lochverlust.
36. Ball an der Grenze Bunker - Rasen
Ein Ball liegt auf einem Rasenstück das über der Bunkergrenze liegt. Berührt den Sand aber nicht. Ist nach den Regeln der Ball nun schon im Bunker?
NEIN!
Begründung:
Die Grenze eines Bunkers erstreckt sich von seinen Grenzen senkrecht nach unten aber nicht nach oben.
37. Falschen Ball geputtet
In einem Zählspiel hat ein Spieler seinen Ball markiert und aufgenommen. An der Reihe zum Putten nimmt er irrtümlich einen anderen Ball, puttet und beendet das Loch. Ist die Verwendung eines anderen Balles, wie beschrieben, erlaubt?
NEIN!
Begründung:
Der Spieler erhält nach Regel 15-1 zwei Strafschläge. Die Regel besagt: ein Spieler muß den Ball einlochen, den er vom Abschlag gespielt hat.
38. Spielball innerhalb von 5 Minuten Zeitlimit gefunden - aber schon vor Zeitablauf neuer Ball gedropt
Ein Spieler spielt einen Schlag vom Fairway, dieser landet im Rough, der Spielersucht kurz, geht zurück und dropt nach Regel 27-1 einen neuen Ball. Bevor er nun den gedropten Ball spielt (noch innerhalb des Zeitlimits von 5 Minuten für die Suche eines Balles) wird der Originalball gefunden. Darf der Spieler nun den Originalball spielen?
NEIN!
Begründung:
Nach Regel 20-4 war der gedropte Ball im Spiel und der Originalball gilt als verloren.
39. Ball von Fuß gestoppt - rollt aber nachdem der Fuß weggezogen wird
Ein Spieler spielt aus einem Bunker. Der Ball trifft knapp außerhalb des Bunkers auf, rollt wieder in den Bunker zurück und wird vom Fuß des Spielers gestoppt. Als der Spieler nun den Fuß wegbewegt rollt der Ball in den Fußabdruck des Spielers.Ist das nach den Regeln straffrei?
NEIN!
Begründung:
Im Zählspiel erhält der Spieler zwei Strafschläge nach Regel 19-2b, darüber hinaus ist nach Regel 18-2a noch ein weiterer Strafschlag zu geben. Im Lochspiel verliert der Spieler das Loch Regel 19-2a.
39. Halten des Balles während Entfernung eines beweglichen Hemnisses
Während der Entfernung eines beweglichen Hemmnisses hält ein Spieler seinen Ball fest um diesen vor dem Rollen zu bewahren. Ist das nach den Regeln gestattet?
NEIN!
Begründung:
Das Halten des Balles ist eine Verletzung der Regel 18-2a und zieht einen Strafschlag nach sich.
Beachten Sie: Es gibt ohnehin keine Strafe, falls sich der Ball bei der Entfernung eines beweglichen Hindernissesbewegt - siehe Regel 24-1a.
40. Ball bewegt sich nach dem Ansprechen und rollt ins Out
Der Spielball liegt auf einem abschüssigen Gelände. Als der Spieler den Ball anspricht beginnt der Ball zu rollen und bleibt im Out of Bounds liegen.Darf der Ball nun straflos zurückgelegt werden?
NEIN!
Begründung:
Nachdem sich der Ball erst nach dem Ansprechen bewegte gibt es einen Strafschlag und der Ball muß
zurückgelegt werden.
41. Pfosten lenkt Ball ab
Der Ball eines Spielers trifft die Stange einer Hinweistafel. Von seiner ursprünglich relativ günstigen Flugbahn wird der Ball abgelenkt und in ein verhältnismäßig unwegsames Gelände befördert. Darf der Ball nun straflos gedropt werden? In der Nähe dieser Tafel beispielsweise?
NEIN!
Begründung:
Das Ganze ist unter dem Kapitel "Spielpech" einzuordnen. Der Ball muß gespielt werden wie und wo er liegt.
42. Ball im Bunker
Ein Ball liegt genau an der Grenze zu einem Bunker. Er liegt auf einem Rasenstück das über den Sand des Bunkers "drüberhängt". Der Ball berührt den Sand jedoch nicht. Gilt der Ball schon als "im Sand"? Darf beim Ansprechen der Schläger hinter dem Ball den Boden berühren?
JA!
Begründung:
Der Ball gilt als "noch nicht im Sand". Denn zum Unterschied zu Wasser erstreckt sich die Grenze eines Bunkers nicht senkrecht nach oben. Der Ball kann normal gespielt werden, daher ist es auch erlaubt, daß der Schläger vor dem Schlag, hinter dem Ball den Boden berühren darf.
42. Ball im Bunker
Ein Pfosten, der die Grenze eines Wasserhindernisses markiert, ist entfernt worden. Ein Ball landet in dem Loch welches durch den Pfosten entstand. Ist das Loch nun eines, das durch den Greenkeeper verursacht wurde und daher Boden in Ausbesserung?
Gibt es beim Weiterspielen einen Strafschlag?
JA! und NEIN!
Begründung:
Dieses Loch vom Begrenzungspfosten ist Boden in Ausbesserung, befindet sich aber schon im Wasserhindernis.
Daher tritt Regel 25-bII in Kraft. D.h. a) Aufnehmen und droppen des Balles im Hindernis straflos oder b)
außerhalb des Hindernisses mit einem Strafschlag.
43. Reparatur eines Balleinschlagloches
Ein Spieler repariert ein Balleinschlagloch, das auf seiner Puttinglinie liegt, wie üblich mit der Pitchgabel und glättet die Oberfläche mit dem Putter.
Diesselbe Pitchmark liegt aber gleichzeitig auch auf der Linie eines anderen Balles. Darf der Spieler dieses Balles nun noch eine weitere Reparatur des bereits reparierten Balleinschlagloches vornehmen?
JA!
Begründung:
Das ist solange erlaubt, als es als ein repariertes Balleinschlagloch (Pitchmark) erkennbar ist.
44. Putten mit einer Hand - die Fahnenstange in der anderen Hand
Ein Spieler hat nur noch einen sehr kurzen Putt. Er nimmt die Fahnenstange aus dem Loch und hält diese in einer Hand. Mit der anderen Hand puttet er. Ist das nach den Regeln erlaubt?
JA!
Begründung: Ja das ist erlaubt, vorausgesetzt die Fahnenstange ist aus dem Loch, sodaß der Ball beim Putten die
Fahnenstange nicht treffen kann.
45. Ball nicht getroffen - Spieler erklärt Ball als unspielbar
Nach dem Abschlag eines Spielers kommt der Ball zwischen den oberflächlich liegenden Wurzeln eines Baumes zu liegen. Der Spieler führt einen Schlag, aus verfehlt den Ball jedoch. Daraufhin erklärt der Spieler den Ball als unspielbar. Darf der Spieler nun nach Regel 28a zum Abschlag zurückkehren und von dort weiterspielen?
NEIN!
Begründung: Regel 28a gestattet es dem Spieler einen Ball so nahe wie möglich der Stelle zu spielen von wo der
Originalball zuletzt gespielt wurde. Und zuletzt wurde von den Wurzeln des Baumes und nicht vom Abschlag
gespielt.
46. Wärmen eines Golfballes
In einem Wettspiel erwärmt ein Spieler, wegen der niedrigen
Lufttemperaturen, den Spielball mit einem Handwärmer bzw. Golfballwärmer um so die Eigenschaften des Golfballes zu verbessern. Ist das ein Vergehen gegen Regel 14-3?
JA!
Begründung:
Die Zuhilfenahme derartiger Hilfmittel ist in diesem Zusammenhang nicht erlaubt. Die Strafe für einen Verstoß
gegen Regel 14-3 ist die Disqualifikation des betreffenden Spielers.
47. Handwärmer
Ein Spieler benützt während eines Wettspieles, wegen des kalten Wetters, ein Hilfsmittel um sich die Hände zu wärmen. Ist das nach den Golfregeln erlaubt?
JA!
Begründung:
Das ist erlaubt. Regel 14-3 wird nicht verletzt.
48. Tote Schlange
Ein Problem das anläßlich einer Golfreise in die Tropen aufgetreten ist. Am Fairway befindet sich eine tote Schlange. Der Ball liegt direkt an dem toten Corpus. Zum Weiterspielen muß das tote Reptil entfernt werden, der Ball wird dadurch etwas bewegt. Bleibt das nun straflos?
NEIN!
Begründung: Eine tote Schlange gilt als ein loser hinderlicher Naturstoff . Das bedeutet ein Strafschlag.
Beachte: Nur eine lebende Schlange ist "etwas nicht zum Spiel Gehöriges" (engl."outside agency") und daher nach Regeln anders zu behandeln.
49. Gras am Ball
Bedingt durch das Mähen des Fairways bleibt wegen feuchter Witterungsbedingungen Gras am Spielball haften. Der Ball liegt am Fairway. Der Spieler nimmt den Ball auf, reinigt diesen und legt ihn wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück.Ist das nach den Regeln erlaubt?
NEIN!
Begründung: Nach Regel 21 ist das nicht erlaubt. Geschnittenes Gras gilt wenn es dem Ball anhaftet nicht als loser hinderlicher Naturstoff. Der Spieler erhält einen Strafschlag.
50. Ball des Spielpartners stört
Der Ball eines Spielers liegt wenige Schritte vom Green entfernt und in direkter Linie zwischen einem Ball der noch etwa 20 Meter vom Green entfernt ist und dem Loch. Darf nun der Spieler des weiter entfernten Balles von seinem Mitspieler verlangen, daß dieser den Ball aufhebt, da er der Ansicht ist, daß dieser Ball sein eigenes Spiel behindert?
JA!
Begründung: Das ist erlaubt. Wenn der Spieler, der dies verlangt der Ansicht ist, daß der Ball des Mitspielers sein eigenes Spiel behindert oder aber auch wenn er glaubt, daß sonst das Spiel des anderen Spielers unterstützt werden könnte (siehe Regel 22).
51. Prüfen der Feuchtigkeit des Grüns
Ein Spieler legt seine Handfläche auf das Grün hinter seinem Ball, um herauszufinden ob das Grün naß ist. Dabei kratzt er weder die Oberfläche des Grüns auf, noch rauht er diese auf. Ist das nach den Regeln erlaubt?
JA!
Begründung: Regel 16-1d (Prüfen der Oberfläche) untersagt lediglich: das Rollen eines Balles auf dem Grün oder das Aufkratzen oder das Aufrauhen der Puttingoberfläche zu Prüfzwecken. Da auch die Puttinglinie nicht berührt wurde tritt auch Regel 16-1a nicht in Kraft.
52. Spieler repariert Eindruck einer Baumfrucht
Ein Spieler entfernt mit der Hand eine Nuß die sich, eingedrückt in die Puttingoberfläche, direkt auf seiner Puttinglinie befindet. Die Frucht konnte als loser hinderlicher Naturstoff gelten. Weiters reparierte der Spieler die Vertiefung die durch das Eindrücken der Frucht ins Green entstanden war. Ist das Reparieren der Puttingfläche nach den Regeln erlaubt?
NEIN!
Begründung: Das Ausbessern der Vertiefung auf der Puttinglinie war eine Verletzung von Regel 16-1a. Die Strafe ist daher im Zählspiel 2 Strafschläge und im Lochspiel Lochverlust.
53. Droppen von Rough auf Fairway
Der Ball eines Spielers liegt im Rough unmittelbar neben dem Fairway. Der Ball liegt an einem unbeweglichen Hindernis; der Spieler ist nach den Regeln berechtigt von diesem Hindernis Erleichterung in Anspruch zu nehmen. Unter Befolgung von Regel 24-2b könnte der Spieler nun sogar den Ball am Fairway droppen. Ist das gestattet und regelkonform?
JA!
Begründung: Das ist erlaubt, denn die Regel unterscheidet hier nicht zwischen Rough und Fairway.
54. Schlagen eines Balles vor Spiel des Spielballes
Während des Spielens eines Loches, schlägt ein Spieler einen Schlag mit einem Plastikball, bevor er seinen im Spiel befindlichen Ball schlägt. Ist das regelkonform?
NEIN!
Begründung: Der Spieler hat Regel 7-2 verletzt. Strafe im Lochspiel: Lochverlust, im Zählspiel: zwei Schläge.
55. Information über die Verwendung von Schlägern
Ein Spieler fragt während des Gehens seinen Gegenspieler welchen Schläger er auf dem vorhergehenden Loch bei einem bestimmten Schlag gespielt habe. Ist das eine Verletzung von Regel 8-1 ?
NEIN!
Begründung: Da es die Schlägerwahl oder das Verfahren am vorhergehenden Loch betrifft ist kein Konflikt mit Regel 8-1 gegeben. |